…sind in Verbindung mit dem Steuerberater schon irgendwie fast wie eine Sitcom… 😀

Einer meiner Kollegen ist nebenberuflich DJ fĂŒr Feste, Feten und Feiern aller Art, dieses Gewerbe hat er natĂŒrlich angemeldet. Deswegen bekommt er auch gelegentlich mal freundliche Post vom  Finanzamt. Anfang Oktober gab es mal wieder einen 2 DIN-A4-Seiten langen Brief von dieser ungeliebten Behörde mit lauter Fragen ĂŒber Fragen ĂŒber Fragen. Diesen Brief mit den ganzen Fragen hat mein Arbeitskollege dann seinem Steuerberater zukommen lassen – und dieser Steuerberater hat zum GlĂŒck echt mal Humor… 😀

Mein Kollege hat nichts dagegen, wenn ich die Fragen des Finanzamtes und die Antworten seines Steuerberaters hier veröffentliche, aus DatenschutzgrĂŒnden werde ich aber selbstverstĂ€ndlich weder den Namen meines Kollegen noch den Namen seine Steuerberaters und/oder noch den Namen des Sachbearbeiters des Finanzamtes nennen!

Im Folgendem Abschnitt werden die Fragen aus dem Brief des Finanzamtes vom dem Steuerberater meinens Arbeitskollegen beantwortet. 😀

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VerfĂŒgen Sie ĂŒber die notwendigen Fachkenntnisse zur AusĂŒbung der TĂ€tigkeit als Disc-Jockey (Ausbildung, Selbststudium, LehrgĂ€nge etc.)?

Tz 1:  Fachkenntnisse

* Mein Mandant hat sich im Selbststudium den Umgang mit mp3-Playern und das Anschließen von Lautsprecherboxen und Mikrofon an ein Mischpult angeeignet.

Haben Sie vor Aufnahme der TĂ€tigkeit eine grĂŒndliche Marktanalyse und eine Gewinnprognose gefertigt und diese nach dem bisher mit Verlust endenden Jahr fortgeschrieben? Wie sah diese aus?

Tz 2: Marktanalyse

* Nach hÀufigen Besuchen von Disktheken und Lustbarkeiten  mit Diskjockeyeinsatz ist mein Mandant zu dem Ergebnis gekommen, dass ein erheblicher Bedarf an professionellen Alleinunterhaltern besteht. Nach seinen Feststellungen werden in den nÀchsten Jahren viele runde Geburtstage in Saalbetrieben gefeiert. Hier wird er zunehmend tÀtig werden.

Haben Sie einen nach außen hin erkennbaren Firmensitz mit besonderem Firmenschild?

Tz 3: Firmensitz

* Die Anmietung eines BĂŒroraumes oder gar der Neubau eines Festsaales ist aus der nebenberuflichen TĂ€tigkeit nicht finanzierbar. Die Anbringung eines Firmenschildes an das selbstgenutzte Einfamilienhaus ist aufgrund der dezentralen Wohnlage nicht werbewirksam. Die Aufwendungen wurden aus RentabilitĂ€tsgrĂŒnden nicht getĂ€tigt.

Welche Öffnungszeiten hat der Betrieb?

Tz 4: Öffnungzeiten

* Bei Bedarf ist mein Mandant schon frĂŒhmorgens – soweit es sich mit seiner hauptberuflichen TĂ€tigkeit vereinbaren lĂ€sst – bereit, lustige Unterhaltungsmusik aufzulegen. HauptsĂ€chlich ist er in den Abendstunden tĂ€tig.

In welchem zeitlichem Umfang /wieviele Stunden in der Woche/im Monat) haben Sie sich der BeschÀftigung gewidmet?

Tz 5: zeitlicher Umfang

* Mein Mandant stellt in seiner Freizeit stÀndig Musiktitel zusammen, um bei EinsÀtzen den Anforderungen gerecht zu werden. Wenn es denn mal zu einem Auftrag kommt, ist einEinsatz von mehreren Stunden nicht ungewöhnlich.

In welcher Weise und in welchem Umfang haben Sie Werbemaßnahmen durchgefĂŒhrt?

Tz 6: Werbemaßnahmen

* Bei den ArbeitseinsÀtzen wirbt mein Mandant mit guter Musik und Stimmung. An die GÀste werden Visitenkarten verteilt. Bei weiterem Erfolg wird die Werbung in Rundfunk und Fernsehen angedacht.

Haben Sie aufgrund des Verlustes bereits Maßnahmen ergriffen, um die Ertragslage zu verbessern, ggf. welche?

Tz 7: Verbesserung der Ertragslage

* Die Werbemaßnahmen wurden intensiviert. Die Musik wird lauter gestellt.

Welche Anstrengungen haben Sie unternommen, um Waren oder Dienstleistungen attraktiver anbieten zu können?

Tz 8: Anstrengungen, AttraktivitÀt

* Bei den Auftritten als Diskjockey singt mein Mandant nicht mehr selbst.

Wie lange rechnen Sie noch mit Verlusten?

Tz 9: Verlustzeitraum

* Vermutlich wird das Jahr 2009 mit einem positiven Ergebnis enden.

Wie hoch ist ggf. der derzeitige Wert unverkaufter Waren? Wo werden sie gelagert?

Tz 10: Unverkaufte Waren

* Als Diskjockey verkauft mein Mandant keine TontrÀger. Er unterhÀlt die GÀste mit Musik und GesprÀch.

Haben Sie im Betrieb Mitarbeiter – ggf. mit welchem Aufgabenbereich beschĂ€ftigt?

Tz 11: Mitarbeiter

* Einzig Mitarbeiterin ist die Ehefrau. Sie arbeitet unentgeltlich und ist fĂŒr das polieren der GerĂ€te zustĂ€ndig.

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Wenn / falls der Schriftwechsel weiter geht, halte(n) ich / wir Euch gerne auf dem laufenden Stand der Dinge! 😉

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