Ich muss mir mal angewöhnen, mal wieder ein wenig mehr zu bloggen.

Viel passiert ist in letzter Zeit, jetzt gehe ich zum Beispiel nichtmehr sehr stark auf die 30 zu, seit etwa 2 Wochen gehe ich nämlich tatsächlich stark auf die 40 zu. Und in ein paar Jahren werde ich wahrscheinlich genug Falten haben, dass ich mir ´nen Hut aufschrauben kann, damit man meine vielen grauen Haare nichtmehr sieht! 😀

Okay, kleine Rückblende, fange ich mal im Februar an:

Der zweite Monat dieses Jahres war nicht ganz so aufregend, wie der Januar –
klar, ich war ja auch wieder zurück in Deutschland.

Ich arbeitete seit 15. Mai 2008 notgedrungen bei einer deutschlandweit tätigen Zeitarbeitsfirma, dessen Name ich hier nicht nennen möchte, aber bei der man in der Regel Zur Arbeit Gezwungen wird.

Normalerweise.

Ich hatte meinen Arbeitseinsatz eigentlich stets hier in Hoya bei ein und der selben Firma, nicht wirklich weit von meinem Zuhause, keine 10min mit dem Rad entfernt. Nicht wirklich weit weg, denn ich fahre ja schon sooooo laaaangsam und gemütlich, da muss ich wirklich aufpassen, dass ich nicht mit dem Rad umfalle. 😉

Naja, Mitte/ Ende Februar gab es immer weniger zu tun, ein Leiharbeiter  nach dem anderen wurde in diesem metallverarbeitendem Betrieb abgemeldet. Irgendwann traf es auch mich…

Nach einigen Tagen, kurz vor Ende Februar,  schickte mir dann die verdener Zeitarbeitsfirma fristgerecht zum 31.03.09 die Kündigung. Mit der Option, dass die Kündigung zurückgenommen werde, sobald / falls sich die arbeitstechnische Lage hier in Hoya wieder entspannen würde.

Naja, also konnte / musste ich erstmal einen Teil meine vielen angehäuften Überstunden abbummeln, welche ich eigentlich für meinen nächsten USA-Trip angesammelt hatte. Shit happens…

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Es war jetzt Anfang März, damit wird immer das neue Computer-Jahr eingeläutet, die CeBIT stand vor der Tür. Da ich dank meines damaligen Arbeitsplatzes in der IT-Branche jedes Jahr aufs neue Freikarten für die CeBIT bekomme, und auch nicht wirklich all zu weit von Hannover entfernt wohne, lasse ich mir dieses Ablenkungsmanöver natürlich nicht entgehen! 😉

So fuhr ich also Anfang März von 6 der möglichen Veranstaltungstagen ganze 3x hin – am Dienstag Mittag mal eben alleine nach Hannover, am Samstag mit dem Junior von ´nem Arbeitskollegen –
und am Sonntag, dem letzten CeBIT-Tag, da traf ich mich dann auf der Messe mit Teilen der IrrenhausAG aus Wiesbaden und Umgebung. Mit den kranken, bekloppten, durchgeknallten, Typen, wo ich jedes Jahr auf die Silvester-LAN hindüse.

Es war wie immer sehr lustig mit Madman & co, wir haben die Menge mal wieder ordentlich aufgemischt, viel gelacht, viel auf der CeBIT entdeckt, zum Abschluss streamten wir LIVE und direkt, oder wir versuchten es wenigstens.

Möglich war diese unmögliche Aktion nur, weil wir ein wenig verrückt aber recht harmlos sind. Denn wir beißen nicht – nur HorseT, der knabbert gerne. 😀

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Einige Tage nach der CeBIT – es war grad der Dienstag nach dem Montag – bekam ich aus Verden einen Anruf, in Hoya geht die Arbeit weiter.

Juchu, endlich wieder was zu tun, das wurde ja auch Zeit!

Es lief halt wieder weiter wie immer, morgens um 4:15 Uhr aufstehen, weil die Frühschicht schließlich um 5 Uhr beginnt. Das freut mich Morgenmuffel natürlich um so mehr.

So ging es nun weiter, immer schön am arbeiten, natürlich auch am Samstag.
Aber es wurden keine zwei Wochen, im letzten Drittel des Monats wurde ich erneut bei diesem metallverarbeitendem Betrieb abgemeldet, die Kündigung seitens der verdener Zeitarbeitsfirma wurde natürlich nicht aufgehoben, ich saß mal wieder zu Hause und wartete auf neue Infos / auf einen neuen Auftrag. Doch da kam erstmal 1,5 Wochen nichts.

Am Donnerstag, den 26. März klingelte dann bei mir das Telefon, ich sollte doch für einen Tag bitte hier in Hoya zu einer Tischlerei. Okay, dachte ich mir, wenigstens noch ein paar bezahlte Stunden mitnehmen, besser als nichts.

Hätte ich vorher gewusst, was mich erwartet, hätte ich mein Netbook mitgenommen!!!

Zu erst ging es morgens um 7 Uhr von der Tischlerei aus von Hoya nach Bremen, gegen 9 Uhr waren wir dort, ein paar Kabelschächte verlegen, ein Fenster abholen und dieses auf den LKW verladen. Da der werte Herr Tischler aber leider einige kleine Teile in Hoya vergessen hatte, mussten wir mittags wieder zurück.

Aber nix mit Feierabend oder so, nein, jetzt ging es von Hoya aus ab nach Hamburg, auf eine Baustelle. Dort, wo das Fenster eingebaut werden sollte!!!

Also von Hoya aus nochmal etwa 3h Fahrtzeit nach Hamburg, das Fenster eingebaut, nach 45 Minuten ging es dann auf in Richtung Feierabend, nach weiteren 3 Stunden trafen wir endlich wieder in Hoya ein.

Gegen 19 Uhr war ich dann endlich wieder zu Hause…

Auf dem Weg nach Hause rief mich erneut die Zeitarbeitsfirma an, am Montag solle es doch noch für einen anderen Auftrag nach Bassum gehen. Man (oder Frau) würde mich dort auch hinfahren, da ich ja nur ein zweirädiges Fahrzeug besitze, welches only mit Muskelkraft angetrieben wird (ein Fahrrad).

Also am Montag Morgen erstmal mal wieder mit dem Bus nach Verden zur Zeitarbeitsfirma ins Büro, habe an diesem, meinem offiziell vorletzten Arbeitstag noch einigen Papierkram dort abgegeben, bin dann von einer Mitarbeiterin nach Bruchhausen Vilsen gefahren worden, wo mich dann ein anderer Arbeitskollege mit zum Einsatzort gefahren hat. Ich sollte dort mit zwei anderen armen Schweinen Kollegen einer externen Firma helfen, eine Biogasanlage zu errichten (oder so ähnlich).

Wir drei waren also pünktlich zum verabredetem Zeitpunkt am verabredetem Ort, sahen uns um, aber dort war keiner. Und es kam auch niemand…

Zum Glück war ich diesesmal schlauer und hatte mein Netbook mit, ein toller Zeitvertreib. 😀

Nach 30min war noch immer niemand weiter außer uns dreien dort, also rief ich erstmal in Verden an. Die wollten das dann fix abklären, nach etwa weiteren 30min bekamen wir endlich die Info, dass die Biogas-Anlagen-Firma dort heute nichtmehr herkommt.
Wir sollen doch bitte wieder nach Hause fahren.

Super – echt toll…

Der Tag war noch jung, es war inzwischen fast 12 Uhr, wenigstens das Wetter war großartig. Also entschloss ich mich kurzerhand mal wieder nach Hannover an den Maschsee zu fahren. Bis nach Hannover bin ich gekommen, aber dann zog es mich doch nach Saturn, in die neue Ernst August Gallerie, zu Karstadt und zu Burger King.

Hoya mag zwar offiziell der Mittelpunkt Niedersachsens sein, aber es ist immer noch der Arsch der Welt. Sogar der Mittelpunkt davon.
Wenn man keinen eBay-Account hat, bekommt man hier nichtmals Schuhe in Größe 48, auch keine CDs von Farin Urlaub, Handyzubehör erst recht nicht, selbst bei einem einfachen USB-Kabel wird es schon schwierig hier…

Also flanierte ich duch Hannover, viel gesehen, nichts großartig gekauft, gegen 18 Uhr musste ich meinen Zug zurück nach Nienburg erreichen, schließlich fährt von dort aus werktags gegen 19 Uhr der letzte Bus nach Hoya…

Das war der März.

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Der erste April, der Tag um Leute zu verarschen oder sich verarschen zu lassen – also fuhr ich erneut in das verdener Büro.

Ich „musste“ dort nochmal hin, wollte meine Arbeitsschuhe abgeben, denn laut Vertrag waren die nur Leihgaben und ich hätte sonst für zahlen müssen. Und ich wollte mein Arbeitszeugnis abholen. Das sei aber noch nicht fertig, das würde mir in den nächsten Tagen per Post zugestellt.

Ach ja, und die Sicherheitsschuhe könne ich ausnahmsweise doch kostenfrei behalten.

Da stelle ich mir doch die Frage: Warum bin ich denn nun extra nach Verden gefahren und habe mal wieder 9,70 € nur für Fahrkarten ausgegeben? Um mich später auf eine Bank direkt an der Aller zu setzen und dem Schiffen zuzusehen?

Nein, nicht ganz, ich hatte nämlich auch wie auf allen längeren Reisen (die weiter als 2 km sind) natürlich mein Netbook mit, und so konnte ich sogar surfen und chatten, als die Schiffe an mir vorbeifuhren… 😉

Dann habe ich noch nach Käfern gesucht, aber nur einen toten gefunden

Es war trotzdem im großen und ganzen einfach mal wieder ein nutzloser Tag mehr in meinem Kalender.

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Zwei Tage später gab es hier in der Nähe einen riesen Zirkus, manche machten sich zum Affen, die anderen zum Clown, wiederum andere waren einfach nur riesengroße Kamele…

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Naja, noch ein Tag später, am 4. April, war es letztendlich soweit:
Dieses Jahr hatte ich auf einem Samstag Geburtstag und auch das Wetter war okay. Es war eingentlich wie jedes Jahr, manche haben dran gedacht, manche halt nicht. Wer dies jetzt liest und mich kennt und nicht dran gedacht hat:

ES IST NICHT WEITER SCHLIMM,
ich kann mir auch nicht alle Geburtstage aus meinem Umfeld merken!!! 🙂

(Geschenke könnt ihr natürlich trotzdem gerne an die im Impressum hinterlegte Adresse schicken… *hehe*)

Aber es war halt soweit, seit dem Tag bin ich jetzt endlich 30 Jahre alt, kann man eh nichtmehr ändern! 😉 War ´n netter Tag, die halbe Familie war hier, der Kuchen war lecker. Und fegen brauchte ich auch nicht, weil sich zum Glück keiner drum gekümmert hat… 😀

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So, seit meinem Geburtstag ist nichts mehr großartig passiert, ich schaue mich halt nach neuen Stellenangeboten um, arbeite recht viel an meinen Homepages, nutze draußen das schöne Wetter, arbeite noch mehr an meinen Websites, schau ab und zu mal bei Ali im Imbiss vorbei, arbeite von dort aus gerne an meinen online-Projekten, gehe ab und zu mal ins Kino (Sonntag Abend und Montags sind Kinotag, 3,50 € pro Person und Film :D), zwischendurch wenn Zeit bleibt noch ein wenig fressen, trinken, atmen und furzen und abwarten, was die Zukunft noch so bringt.

In diesem Sinne: Bis bald, nech…?!? 😉

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